Unfallfolgen

Was sind Unfallfolgen?

Unfallfolgen sind Gesundheitsschädigungen und daraus entstehende Beeinträchtigungen, die durch ein Unfallereignis verursacht wurden. Dazu können Verletzungen ebenso gehören wie daraus resultierende Einschränkungen von Beweglichkeit, Kraft, Sinnesfunktionen oder anderen körperlichen und geistigen Funktionen.

Nicht jede Unfallfolge führt zu einer Invalidität. Viele Verletzungen heilen vollständig oder weitgehend aus. Für bestimmte Leistungen der privaten Unfallversicherung ist deshalb entscheidend, welche Beeinträchtigungen dauerhaft bestehen bleiben.

Akute Unfallfolge

Unmittelbar nach einem Unfall können Verletzungen, Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder andere gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten.

Heilungsverlauf

Im weiteren Verlauf können Beschwerden vollständig zurückgehen, sich vermindern oder dauerhaft bestehen bleiben.

Dauerhafte Unfallfolge

Bleibt eine unfallbedingte Funktionsbeeinträchtigung dauerhaft bestehen, kann sie für die Bewertung einer Invalidität relevant werden.

Welche Voraussetzungen für eine dauerhafte Beeinträchtigung gelten können, erläutert die Seite Invalidität.

Wann werden Unfallfolgen für die Invalidität relevant?

Für eine Invaliditätsleistung reicht eine Verletzung allein nicht aus. Maßgeblich ist, ob infolge des versicherten Unfalls eine dauerhafte Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit zurückbleibt.

Dabei kommt es nicht allein auf die ursprüngliche Diagnose an. Entscheidend ist vielmehr, welche Funktionseinschränkungen nach dem Heilungsverlauf dauerhaft vorhanden sind und in welchem Umfang sie nach den Versicherungsbedingungen bewertet werden.

Vorübergehende Beschwerden

Beschwerden, die vollständig ausheilen oder nur zeitweise bestehen, begründen nicht allein eine dauerhafte Invalidität.

Bleibende Einschränkung

Eine langfristig verbleibende Funktionsbeeinträchtigung kann dagegen für die Invaliditätsbewertung maßgeblich sein.

Vertragliche Bewertung

Ob und in welchem Umfang eine Dauerfolge berücksichtigt wird, richtet sich nach den Bewertungsregeln des jeweiligen Versicherungsvertrags.

Die langfristig verbleibenden Folgen eines Unfallereignisses werden unter Dauerfolgen näher beschrieben.

Wie werden Unfallfolgen festgestellt und bewertet?

Für die Feststellung der Unfallfolgen können ärztliche Befunde, Untersuchungsergebnisse, bildgebende Verfahren, Berichte über den Heilungsverlauf und weitere medizinische Unterlagen herangezogen werden.

Bei der Invaliditätsbewertung wird anschließend geprüft, welche Funktionsbeeinträchtigungen dauerhaft bestehen und wie sie nach den Versicherungsbedingungen zu bewerten sind. Für bestimmte Körperteile und Sinnesorgane kann dabei die vereinbarte Gliedertaxe maßgeblich sein.

Medizinische Befunde

Diagnosen, Untersuchungsergebnisse und dokumentierte Funktionsbeeinträchtigungen können die Grundlage der medizinischen Bewertung bilden.

Ursächlicher Zusammenhang

Es ist zu beurteilen, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen tatsächlich durch das versicherte Unfallereignis verursacht wurden.

Invaliditätsbewertung

Die dauerhaft verbleibenden Beeinträchtigungen können anschließend nach den vertraglichen Bewertungsmaßstäben einem Invaliditätsgrad zugeordnet werden.

Welche Aufgabe eine medizinische Bewertung dabei erfüllt, wird unter Begutachtung näher dargestellt.

Welche Rolle spielen Krankheiten und Vorschäden?

Bei der Bewertung von Unfallfolgen kann auch von Bedeutung sein, ob bereits vor dem Unfall Krankheiten oder gesundheitliche Beeinträchtigungen bestanden oder ob solche Faktoren an den Folgen des Unfalls mitgewirkt haben.

Unfallversicherungsbedingungen können hierfür besondere Mitwirkungsregelungen enthalten. Danach kann der Anteil einer Krankheit oder eines Gebrechens an der Gesundheitsschädigung oder ihren Folgen die Höhe des für die Leistung maßgeblichen Invaliditätsgrades beeinflussen.

Eine bestehende Erkrankung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass keine Unfallleistung möglich ist. Entscheidend sind der durch den Unfall verursachte Anteil der Beeinträchtigung und die konkrete Regelung des Versicherungsvertrags.

Unfallbedingte Folgen

Für die Unfallversicherung ist maßgeblich, welche Gesundheitsschädigungen und Beeinträchtigungen durch das Unfallereignis verursacht wurden.

Mitwirkung

Krankheiten oder Gebrechen können nach den Vertragsbedingungen berücksichtigt werden, wenn sie an der Gesundheitsschädigung oder ihren Folgen mitgewirkt haben.

Invaliditätsgrad

Bei der Invaliditätsleistung kann ein vertraglich relevanter Mitwirkungsanteil die für die Leistung maßgebliche Bewertung beeinflussen.

Wie der Grad einer dauerhaften unfallbedingten Beeinträchtigung bestimmt werden kann, erläutert die Seite Invaliditätsgrad.

Die Inhalte auf Kosten-Unfallversicherung.de dienen allgemeinen Informationszwecken. Sie beschreiben Unfallfolgen und ihre mögliche Bedeutung für die Invaliditätsbewertung, ohne Ursache, Invaliditätsgrad oder Versicherungsleistung in einem konkreten Einzelfall zu beurteilen.

FAQ – Häufige Fragen

Müssen Unfallfolgen dauerhaft sein?

Nein. Unfallfolgen können vorübergehend oder dauerhaft sein. Für eine Invaliditätsleistung ist jedoch insbesondere entscheidend, ob eine unfallbedingte Beeinträchtigung dauerhaft bestehen bleibt und die weiteren Vertragsvoraussetzungen erfüllt sind.

Sind Verletzung und Unfallfolge dasselbe?

Nicht vollständig. Eine Verletzung entsteht durch das Unfallereignis. Als Unfallfolgen können sowohl die unmittelbare Gesundheitsschädigung als auch daraus resultierende vorübergehende oder dauerhafte Beeinträchtigungen bezeichnet werden.

Was passiert, wenn eine Vorerkrankung an den Unfallfolgen mitwirkt?

Versicherungsbedingungen können vorsehen, dass ein relevanter Mitwirkungsanteil von Krankheiten oder Gebrechen bei der Leistungsberechnung berücksichtigt wird. Maßgeblich ist die konkrete Regelung des jeweiligen Vertrags.

Weiterführende Informationen und Services zur Unfallversicherung

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